
Von Uwe Winkler
Der Scharfrichter erhebt mit beiden Händen das Richtbeil und lässt es auf den Nacken des Verurteilten niederfallen. Das Haupt, vom Rumpf getrennt, fällt auf das Schafott nieder. Der Scharfrichter übergibt das Beil einem Gehilfen, nimmt seinen Hut ab, steigt herab und meldet die vollzogene Enthauptung. So geschehen am 16. August 1878 im Zellengefängnis Berlin-Moabit.
Spannend wie ein Krimi ist dieses Skandalstück deutscher Rechtsgeschichte, in dem ein misslungenes Attentat auf Kaiser Wilhelm I., ein eilends ernannter Scharfrichter und ein Beil aus dem Märkischen Museum Berlin die Hauptrollen spielen. Vorab soviel: Es geht auch darum, ob ein Museumsobjekt zum Exekutionswerkzeug taugt.
Ein kunstphilosophischer Essay erkundet, ob die Kopie eines Richtbeils zwangsläufig ein Richtbeil sein muss. Reproduktionen zahlreicher Abbildungen, Briefe und Originaldokumente geben Spielraum für eigene Interpretationen.
Echt scharf!
Verlag M
© Alle Rechte vorbehalten
ISBN 978-3-9812257-3-0
17,90 €

Herausgegeben von Kurt Winkler
Mit Beiträgen von Kurt Winkler, Eberhard Kirsch,
Ines Hahn und Peter Knüvener.
»Die Eigenart des Märkischen Museums musste auch in dem Gebäude zum Ausdruck kommen. So ist es erklärlich, dass der Bau in seinem Äußern und Innern ein vollständig anderes Aussehen hat als die anderen Berliner Museen.« – Ludwig Hoffmann, Architekt
Das Märkische Museum ist seit seiner Gründung das Gedächtnis der Stadt Berlin gewesen. Die hier erstmals wieder abgedruckten Fotografien Ernst von Brauchitschs aus der Entstehungszeit vermitteln ein faszinierendes Bild der aufsehenerregenden Architektur. Ergänzt um Originaldokumente des Architekten Ludwig Hoffmann und Essays über Ursprung und Entwicklung des Stadtmuseums.
Die Geschichte der Entstehung des Berliner Bürgermuseums in kenntnisreichen Texten und beeindruckenden Bildern von der Ersteinrichtung des Märkischen Museums vor über einhundert Jahren.
»Die wunderbaren Fotografien von Ernst von Brauchitsch, entstanden 1908 kurz nach der Ersteinrichtung, zeigen eine Museumswunderwelt, ein Schöpfen aus dem Kern: der Sammlung. Und die ist im Märkischen Museum eine Schatzkiste.« – Der Tagesspiegel
»Eine hervorragende Quelle zur Beantwortung der Frage, wie das Märkische Museum vor hundert Jahren aussah, welche Gemälde, Skulpturen, Urkunden, kunstgewerbliche Erzeugnisse, archäologischen Fundstücke und Waffen man in welchem Kontext darbot und welche Effekte man sich bei den Betrachtern erhoffte.« – Märkische Oderzeitung
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ISBN 978-3-9812257-0-9
17,90 €
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