Vom Museum aufs Schaffott

Der Scharfrichter erhebt mit beiden Händen das Richtbeil und lässt es auf den Nacken des Verurteilten niederfallen. Das Haupt, vom Rumpf getrennt, fällt auf das Schafott nieder. Der Scharfrichter übergibt das Beil einem Gehilfen, nimmt seinen Hut ab, steigt herab und meldet die vollzogene Enthauptung. So geschehen am 16. August 1878 im Zellengefängnis Berlin-Moabit.

Spannend wie ein Krimi ist dieses Skandalstück deutscher Rechtsgeschichte, in dem ein misslungenes Attentat auf Kaiser Wilhelm I., ein eilends ernannter Scharfrichter und ein Beil aus dem Märkischen Museum Berlin die Hauptrollen spielen. Vorab so viel: Es geht auch darum, ob ein Museumsobjekt zum Exekutionswerkzeug taugt.

Jedoch verfügte der Berufsanfänger Krautz zu diesem Zeitpunkt über noch kein eigenes Richtbeil... Klick um zu Tweeten

Ein kunstphilosophischer Essay erkundet, ob die Kopie eines Richtbeils zwangsläufig ein Richtbeil sein muss. Reproduktionen zahlreicher Abbildungen, Briefe und Originaldokumente geben Spielraum für eigene Interpretationen.

Echt scharf!

 

Edition Stadtmuseum | Berliner Objekte
104 Seiten, 30 Abb.
Hardcover, Fadenheftung
7,90 €
ISBN 978-3-9812257-3-0

Auch als eBook bei iTunes erhältlich.


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geb. 1955 in Karl-Marx-Stadt

Studium der Geschichte in Berlin, Schwerpunkt Mediävistik

Seit 1983 Mitarbeiter am Märkischen Museum, jetzt Stiftung Stadtmuseum

1983-1985 Direktionsassistent

1985-1995 stellvertretender Leiter des Museums Nikolaikirche

Seit 1996 Mitarbeiter in der Abteilung Geschichte

Publikationen zur Stadtgeschichte und zur Geschichte der Nikolaikirche