Stationen sonstiger Augenblicke

Berlin-Kreuzberg in den siebziger Jahren. Ludwig Menkhoff richtet seinen Blick auf den Bezirk am Rand der Mauer: auf verwinkelte Hinterhöfe, bröckelnde Häuserfassaden und die Trümmerberge der Abrisshäuser. Die Straßen, die er auf seinen Spaziergängen passiert, sind belebt von spielenden Kindern, türkischen Gastarbeitern und alteingesessenen Berlinern, von Verlorenen und Gestrandeten, Punks und Polizisten.

Menkhoffs »Stationen sonstiger Augenblicke« sind Begegnungen mit dem Bezirk Kreuzberg. Klick um zu Tweeten

Mit Melancholie und Bildwitz dokumentieren die Straßenszenen und Porträts von Ludwig Menkhoff eine Welt, die so nicht mehr existiert. In seinen Fotografien liegt eine Poesie des Verfalls, für die ein aufgesprühter Schriftzug auf der Berliner Mauer als Überschrift gelten kann: „Stationen sonstiger Augenblicke“.

Fotografien von: Ludwig Menkhoff, Peter Gormanns und Siebrand Rehberg

Herausgegeben von Jürgen Borchert und Erik Steffen

Edition Stadtmuseum | Berliner Ideen
92 Seiten, 78 ganzseitige Abbildungen
Hardcover, Fadenheftung
Format 21,5 * 19,5 cm
24,90 €
ISBN 978-3-939254-06-5


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1943 geboren in Aurich/Ostfriesland

1966 – 69 Ausbildung zum Buchdrucker in Stade

1969 Umzug nach Kreuzberg, wo er heute noch wohnt

1971 – 73 Ausbildung zum Fotografen im Lette-Verein in Berlin. Im Anschluss Arbeit als Freelancer, u.a. für die ZEIT, das ZEIT-Magazin und den Spiegel

1971 – 75 „Berliner-Kiez-Fassaden“. Fotografien von Türen, Portalen und Eingängen in verschiedenen Kiezen in Ost- und Westberlin

1980 Meisterprüfung als Fotograf

1991 Prospekt „Die lila Broschüre“ für Minol. Mit zwei Balgenkameras wurden fast sämtliche Tankstellen in der ehemaligen DDR fotografiert

2000 – heute „Berliner Stadtlandschaften 2000 bis heute“. Berliner Stadtansichten von oben zu verschiedenen Jahres- und Tageszeiten

2005 – heute Berliner Stadtansichten „Gestern 1971 – 1976 Schwarz-Weiß-Fotografien“ und „Heute 2005-2012 Farbfotografien“. Eine Gegenüberstellung von Schwarz-Weiß-Fotos von Anfang der siebziger Jahre und Farbfotos ab 2005

2006 – heute „Berliner Kiez-Fassaden 1971-75“.

Peter Gormanns, geboren 1945 in Bad Münder bei Hannover, kam 1970 nach Berlin-Kreuzberg.

Techn. Leiter der Druckerei Stadler & Co. am Leuschnerdamm

Sehr aktiver Hobbyfotograf von 1970 bis 1993.

Ab 1994 freiberuflicher Fotograf

Arbeit an der Werkstatt für Fotografie in der VHS Kreuzberg, unter der damaligen Leitung von Michael Schmidt.

1995 erste Einzelausstellung zusammen mit dem Charlottenburger Kunstpreisträger Herbert „Jimmy“ Weitemeier in der „Kleinen Weltlaterne“ in Wilmersdorf

1997 Erster Preis beim von der BZ ausgelobten „Christo-Reichstags-Fotowettbewerb“.

2004 folgte die Ausstellung „Stationen sonstiger Augenblicke“ – dass der Titel derselbe ist wie der des Buchs, erklärt sich natürlich dadurch, dass das Motiv mit diesem Ausspruch von niemand anderem als von Peter Gormanns selbst stammt. Die Ausstellung zeigte dreißig Schwarz-Weiß-Fotografien aus den Jahren 1985 bis 1991, die sich mit der Teilung Berlins und dem Mauerfall auseinander setzen.

Seit 2006 lebt Peter Gormanns in Spanien.