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Moritz Möller
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Fotografie als Waffe der Kunst

Der neu erschienene Bildband Streitbar – Annäherung an zwei widerständige Künstler des Verlag M im Stadtmuseum Berlin widmet sich zwei politischen Künstlern: John Heartfield und Ernst Volland. Ihre Arbeiten sind satirisch, kritisch, nachdenklich und überraschend.

Heartfield, zunächst bekannt als „Monteur DADA“ gilt als Begründer der Fotomontage und war für seine zugespitzten, akribisch montierten Titelseiten der Arbeiter-Illustrierten Zeitung bekannt. Heartfield lebte nach der Emigration während der NS-Zeit bis 1968 in Ost-Berlin.

Volland, der 1968 in das turbulente West-Berlin kam, nahm mit seinen Montagen aktiv Anteil an den „neuen sozialen Bewegungen“. Sie richteten sich auch gegen das Schweigen über den Nationalsozialismus.

„Die politische Fotomontage als dialektisches Bild (Walter Benjamin) blühte immer in den Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche und Bewegungen“ – attestiert Professor  Reiner Diederich in seinem Essay diesem Genre. Er meint, dass die ausufernde Bilderflut und die technischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte der Fotomontage die politische Schärfe genommen.

Volland antwortet mit seinen Eingebrannten Bildern auf diese Veränderung. Bilder des kollektiven Gedächtnisses werden mittels Unschärfe als Eingebrannte Bilder veröffentlicht. Der Betrachter muss innehalten, sie dechiffrieren und wird zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Ereignissen förmlich gezwungen. Die Macht der Bilder zeigt er damit im Spiegel. Erstmalig hat Ernst Volland zugestimmt, die bearbeiteten Bilder zu entschlüsseln.

 

Streitbar/Strident
Annäherung an zwei widerständige Künstler/A Critical Comparison of Two Combative Artists
John Heartfield | Ernst Volland
Verlag M im Stadtmuseum Berlin
160 Seiten, 82 Abbildungen
29,90 € | ISBN: 978-3-939254-37-9

Pressemitteilung: Fotografie als Waffe der Kunst