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Moritz Möller
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Über Jahrhunderte wurde der Merseburger „Luther-Mantel“ zerschnitten. Mit Zertifikaten aufgewertet, wurden die Stofffetzen als „Reliquien“ unter Verehrern verteilt. Luther trug die Kasel bei der Weihe Fürst Georgs III. von Anhalt 1545 zum ersten Bischof von Merseburg. Angetrieben von „glühender Verehrung“ und „Berührungsdrang“ wurde die Kasel „fast bis zur Unkenntlichkeit zerstückelt“, schreibt Albrecht Henkys. Als Kurator der Berliner Nikolaikirche und Autor des neuen Buches Sankt Luther – Reformator zwischen Inszenierung und Marketing setzt er sich anekdotisch mit dem Phänomen der Lutherverehrung auseinander.

Die Kultfigur Luther scheint immer wieder in verzerrten Zusammenhängen auf: in alttestamentarischer Prophetenrolle, als weltweites Zentrum der ganzen Christenheit, als Sinnbild deutsch-nationaler Tugenden oder fast als „Heiliger“. Auch zur 500 Jahrfeier der Reformation scheint die Faszination ungebremst, wenn Luther als Playmobil-Figur wieder aufersteht. Gerade rechtzeitig befragt das kurzweilige Taschenbuch 28 Objekte nach Wirrungen, Vereinnahmungen und Verkehrungen über einen Mann der zu Reliquien schrieb: „es ist alles tod ding, das niemand heiligen kan.“

Gern senden wir Ihnen bei Interesse ab dem 22.3.2017 ein Rezensionsexemplar zu.

 

Edition Stadtmuseum Berlin
Museum in der Tasche
Sankt Luther
Reformator zwischen Inszenierung und Marketing
76 Seiten, 35 Abbildungen
Querformat 14 * 12,5 cm
Klappenbroschur
4,90 €
ISBN 978-3-939254-44-7

Pressemitteilung: Luther-Kasel zerstückelt!